foto ross sutherland_(c) James Lyndsay

Schwarze Schweine, verliebte Schuhe und Google als Aushilfs-Dichter: Ross Sutherland bei ¿Comment!

 

Ross Sutherlands Texte kamen gut an auf dem Blog. Sein Gedicht, „Infinite Lives (Try, try, try again)“ war einer der beliebtesten Beiträge überhaupt. Die Schüler erinnerten sich an die (konsolenreiche) Kindheit und diskutierten den Zusammenhang von Realität, Videospielen und Fantasie. Ross parodierte das eigene Gedicht und eine Schülerin ließ alle Ebenen in einem Gemälde zusammenfließen. Gezeichnet wurden auch schwarze Schweine und der Krieger Zangief im Kampf mit dem Bären – der Bär war aber nun deutlich im Vorteil. Simone Kornappel ließ Google Translator umdichten und kommentierte mit Hyperlinks. Die sorgten bei Profileser Kristoffer Cornils für soviel Verwirrung, dass er eine Debatte über Urheberrechte und Autorschaft begann, Stefan Mesch stellte derweil 99 Fragen an die Lyrik.

Die Schüler stritten besonders über „A second opinion“: Sind Liebesgedichte wirklich notwendig, fragten einige entnervt. Die Profileser kritisierten Ross’ Metaphorik als zu flach. „I just fell in love with this“, zeigten sich andere begeistert. Es entstanden eine Fotostrecke, ein Happy End und eine gesungene Britney Spears Version. Ein Video über verliebte Schuhe, ein letzter Brief vom inhaftierten Van Damme an seinen Sohn und ein Flarf-poem von gleich sechs Autoren sind nur einige der vielen Beiträge, die Schüler zu Ross posteten.

“After all, it’s all about having a dialogue, isn’t it? Let’s have it at eye level”, forderte Profileser Cornils zu Beginn des Projekts– mit der Diskussion zu Ross‘ Texten sollte er eigentlich zufrieden sein.

von Martina Koesling

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