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Vincent Message: Fragen über Fragen und am Ende doch ein paar Antworten

 

Messages Protagonist Nexus tötet drei Menschen, um sich dann auf den Leichen schlafen zu legen. Warum sollte jemand so etwas tun? Die Kommentare der Schüler kreisten um diese Frage. Wer ist Nexus? Warum tut er, was er tut? Und warum hat er so einen seltsamen Namen?

Die Schüler versuchten, Antworten zu finden. Sie überlegten sich Biografien und Portraits des Protagonisten. Malten seine Lage. Dachten an Odysseus und seine Irrfahrt, an Edvard Munchs „Schrei“. Und überlegten, was sie an Nexus Stelle täten.

Wieso kämpft Nexus ganz allein gegen alle anderen? Die Welt, in der er lebt wurde untersucht. Einen Schüler erinnerten die Wächter um Nexus an die NSA-Affäre. Eine Schülerin verglich Nexus Gefängnis mit Ai WeiWeis Nachstellung seiner Gefangenzelle. Ein anderer fragte sich: Handelt es bei Nexus‘ Gefangennahme um Folter?

Denis Abrahams suchte nach Nexus‘ Verwandten im Geiste in der Literatur und stieß auf Elementarteilchen, Herrndorf, Gottfried Benn und Bladerunner. Karen Suender fragte nach dem Bösen im Menschen. Und wendet sich im Anschluss im Namen Nexus‘ an ein Esotherik-Forum.

Carolin Beutel findet Ähnlichkeit zu Seinfelds Bubbleboy, denkt nach über das Rechtssystem, in dem Nexus festhängt und seine Sprachlosigkeit – die wiederrum mit der Sesamstraße zusammenhängt. Wie steht es um Nexus Urteil, Psychiater Traumfreunds Hoffnung in eine Therapie und den Zusammenhang zwischen Kriminalität, Verrücktheit und Strafe?

Es sieht recht düster aus für Nexus, doch es gibt Hoffnung: Der 6 jährige Jakob überlegt sich, wie „Die Wächter“ doch noch zu einem Happy End kommen kann.

von Martina Koesling

 

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